Kraftdreikampf

Wie Kraftdreikampf in Deutschland entstanden ist

Im Jahr 1973 wurde in den USA der Internationale Powerlifting Verband (IPF) gegründet. Dem ging eine längere Zeit voraus, in der sich aus den drei Kraftübungen Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben auf vereinsinternen Kraftproben und daraus folgenden Vereins - und Ländervergleichen ein Wettkampfsport entwickelte. Noch 1973 schlossen sich mehrere europäische Länder der neugegründeten International Powerlifting Federation an. Dieses führte dann auch folgerichtig 1978 zur Gründung der European Powerlifting Federation (EPF). Seit diesem Jahr gibt es auch Europameisterschaften. Auf deutschem Boden wurden schon seit 1962 Meisterschaften in dieser Sportart durchgeführt. Der DBKV (Deutscher Bodybuilding und Kraftsport Verband) führte schon mit der ersten Entscheidung im Bodybuilding 1962 auch deutsche Meisterschaften im Kraftdreikampf durch.

Es wurde dabei oft versucht, das Kreuzheben zu vermeiden. So gab es als dritte Übung den Swing-Curl, eine Bizepsübung oder oft nur einen reinen Zweikampf. Es war dann der bayrische Gewichtheberverband unter der Federführung von Dr. Manfred Burkhardt, der den Kraftdtreikampf als Sportart in einen nationalen Verband einbrachte. So wurde stellvertretend für Deutschland der BGV Mitglied im Weltverband, ein Verdienst von Dr.Manfred Burkhardt aus Landshut. Seit dem Jahr 1976 wurde so die Bundesrepublik Deutschland im Kraftdreikampf im Weltverband von BVDG repräsentiert.

Die stellvertretende Mitgliedschaft des BGV dauerte insgesamt 6 Jahre. Wer in Deutschland Kraftdreikampfmeister werden wollte, mußte so nach Bayern pilgern oder an der deutschen DBKV Meisterschaft teilnehmen. Die DBKV Meisterschaften im KDK fanden in eingeweihten Kreisen oft Kritik, da dort die Regelauslegung vielmals willkürlich und vor allem zu großzügig gehandhabt wurde. Erste Hochburg des KDK im BVDG war Regensburg, dann aber immer mehr Landshut. 1979 bestand die erste deutsche Delegation bei den Weltmeisterschaften in Dayton/Ohio aus 7 Athleten. Auf die erste Medaille mußte aber doch noch bis 1980 gewartet werden. Günther Icks in der 56,0 kg Klasse aus Neumarkt gelang dies bei der Europameisterschaft in Zürich. Bekannte Namen von Athleten dieser Zeit waren: Mark Stamm, Siegfried Henke, Fritz Seese, Klaus Fink und Werner Hauber. Die ersten Weltrekorde für Deutschland erziehlte aber kein Mann, sondern eine Frau, die heute noch unvergessene Rebecca Waibler/Kuttner. Ihr blieb es vorbehalten, 1980 gleich dreimal den Weltrekord zu verbessern und zwar im Bankdrücken.

Damit wurde sie auch gleichzeitig die Vorkämpferin des Frauenkraftdreikampfes in Deutschland. 1981 gab es nach langen Machtkämpfen und Querelen einen Wechsel im bayrischen Kraftdreikapf. Dr.Burkhardt gab sein Amt ab und Heinz Vierthaler setzte sich an die Spitze der Kraftdreikämpfer. Er wurde auch der Referent für KDK im BVDG. Unter ihm wurde aufgrund eines Antrages von Heiner Köberich ( zu dieser Zeit Präsident des hessischen Gewichtheberverbandes) der Kraftdreikampf in den Bundesverband deutscher Gewichtheber BVDG direkt aufgenommen. Dort war schon lange zu hören: "Alles, was eine Hantel anfasst, gehört in den BVDG." Die Eingliederung erfolgte zum 1.Januar 1982. Doch die ersten deutschen Meisterschaften des BVDG 1981wurden aus juristischen Gründen noch unter bayrischer Regie durchgeführt und zwar in Marburg. 1982 wurden in Anwesenheit des BVDG Präsidenten Wolfgang Peter, Heinz Vierthaler als KDK-Referent im BVDG und Heiner Köberich die ersten Weltmeisterschaften im KDK auf deutschem Boden in München eröffnet.

Nun ging es Schlag auf Schlag. Rebecca Waibler ESV Neuaubing wurde 1982 Weltmeisterin, nachdem schon 1981 Max Stamm Bavaria Landshut in Kalkutta Vizeweltmeister werden konnte. Es erfolgte auch eine Umorganisation, als alles was mit Namen und Zahlen im KDK des BVDG zu tun hat von Heiner Köberich auf Computer umgestellt wurde. Immer mehr aber zeigte sich eine Schwerpunktverlagerung der Leistungsgrenzen des deutschen Kraftdreikampfes nach Norden. 1983 bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Darmstadt wurde mit dem AC Soest zum ersten Mal eine nichtbayerische Mannschaft Sieger. Im Dezember wurde dann ebenfalls in Darmstadt ein weiteres Kapitel Powerliftinggeschichte geschrieben. Die erste Europameisterschaft der Frauen kam unter der Regie von Heiner Köberich und seines Vereins AC Siegfried Darmstadt zur Austragung. 1984 führte ein neuer Verein, der AC Hilden, die deutschen Meisterschaften der Männer durch. Keine hat vor - und nachher diese Starterzahlen erreicht. Die von Heiner Köberich in Darmstadt eingeführte Computerbestenliste übertraf schon 1984 die 500 Teilnehmer - Marke und in 1985 hatte sie 650 Männer und 178 Frauen am Start registriert.

1994 waren es bereits über 5000 Männer und über 1000 Frauen die schon in Wettkämpfen Ergebnisse erzielten. Diese Listen kann man immer aktuell in der KDK Zentrale bei Heiner Köberich bestellen. Ebenso entwickelte er schon 1983 ein Computerprogramm für Kraftdreikampf und seit langem auch für Bankdrücken. Auf dem Weltkongress 1984 einigte sich der IPF Kongress auf Heinz Vierthaler als neuen Präsidenten der IPF. Ebenfalls dort wählte der Kongress aufgrund seiner guten Arbeit an der Überarbeitung der Weltsatzung Heiner Köberich zum Vorsitzenden der Satzungs - und Ordnungskomission. Auch in Deutschland gab es Neuwahlen. Die Vereine wählten den Stuttgarter Fritz Seese zu ihrem neuen KDK-Referenten, nachdem bei Stimmengleichheit Heinz Vierthaler nicht zum nächsten Wahlgang antrat.

Fritz Seese brachte es fertig, in nur zwei Jahren bis 1985 die Mittel des Kraftdreikampfes innerhalb des BVDG mehr als zu verdoppeln ( von unter 20.000 DM auf über 40.000DM). Hier hatte entscheidenden Anteil aber auch das Präsidium des BVDG, das hier auch für Spenden an den KDK sorgte. Ebenfalls 1984 gab es einen Weltmeistertitel und zwei Juniorenweltrekorde durch Michael Brügger AC Soest. 1984 kam unter der Leitung des Landshuters Karl Greiner die erste Bundesliga zur Austragung. 1985 gab es auch den ersten Frauenmannschaftstitel. Seit diesem Jahr 1985 gewannen die Frauen immer mehr internationale Medaillen und es gab gleich zwei Europameisterinnen mit Alice Kargl und Annette Maldener. Zum ersten Male kam auch ein Kraftdreikämpfer des BVDG auf ein Dreikampfergebnis von 900 kg.Es war Rudolf Küster vom Postverein Phönix Kassel. Als zweiter deutscher Heber erziehlte 1985 Herrmann Blank STC Bavaria Landshut sogar 902,5 kg und das mit 49 Jahren. Der> 800 kg Dreikampf Club< hatte da schon 10 Mitglieder, davon sogar 5 über 850 kg. 1988 umfaßte dieser Club schon fast 100 Athleten, von denen 3 über 900 kg als Leistung erreicht haben.

Michael Brügger, der 1989 sogar 1000kg als erster Deutscher schaffte, Blank und Küster. 1993 schafften kurz nacheinander Detlev Glohmann, Dresden und Hans Zerhoch ebenfalls im Rahmen von Bundesligakämpfen die 1.000kg. Bester unter diesen ist Hans Zerhoch mit 1007,5 kg. Bei den Frauen einen > 400 kg Club < , in dem im Februar 1988 schon 11 Frauen standen. Dann 1985 feierten die Frauen mit 4 Silbermedaillen und mehreren Europarekorden durch Alice Kargl wahre Triumpfe bei der Welt- und Europameisterschaft in Wien. Es zeigten sich die ersten Schatten. Sowohl die deutschen Meisterschaften der Männer als auch der Frauen hatten zurückgehende Starterzahlen. Dafür aber konnten bei der ersten deutschen Meisterschaft der Junioren/innen und der Jugendlichen mit über 140 Meldungen ein Melderekord verzeichnet werden. Diese Meisterschaft von Dortmund/Mengede wird als vorläufig größte Meisterschaft in die Geschichte deutscher Meisterschaften eingehen. Noch eine große internationale Meisterschaft gab es 1985. Die 4.Welt - und 1.Europameisterschaft der Junioren in Soest, mit fast 120 Teilnehmern bis 1992 unübertroffen.

Wie 1983 bei den Frauen war es auch hier ein privater Ausrichter. Werner Hufnagel auch als Dopingofficer der IPF tätig, der eine solche Meisterschaft ermöglichte. Das auch diese Arbeit immer umfangreicher wird, zeigt sich auch in der Zahl der Mitglieder des Kraftdreikampfausschusses, der nun schon auf 11 gestiegen ist. Hier konnte 1986 Gerhard Geißler als Bankdrückbeauftragter sein Amt aufnehmen. Im September 1985 konnte Georg Schipper vom ASV Griesheim in Darmstadt im Bankdrücken insgesamt drei Mal den Seniorenweltrekord in der Klasse -100 kg für über 50 jährige Senioren verbessern. Ganz große Erfolge gab es 1986, von denen hier die 3 wichtigsten Erwähnung finden sollen. Im Mai wurde in Stockholm zum ersten Mal Männer - Europatitel gewonnen durch Herrmann Blank von STHV Ohlstadt. Im November wurde Heiner Köberich zum Generalsekretär des Europaverband für Powerlifting gewählt. Besonders aber war der Jahresabschluß am 5.Dezember in Luxemburg. Dort, bei der Europameisterschaft der Frauen, belegte in der Nationenwertung das BVDG-Team bei Punktgleichheit hinter Holland den 2.Platz. Auch das Jahr 1987 war erfolgreich für unsere Athletinnen und Athleten.

Die Jahresstarterzahlen stiegen auf 203 bei den Frauen und 895 bei den Männern. Heinz Vierthaler wurde als IPF-Präsident wiedergewählt und versuchte nun in der zweiten Wahlperiode die olympische Anerkennung für Powerlifting zu erhalten. Gerhard Geißler wurde zum Vorsitzenden des Finanzausschusses des Weltverbandes gewählt. Die Zahl der internationalen Kampfrichter wächst dank der kontinuierlichen Arbeit von Helmut Ott immer weiter. 1988 stand wieder ein großes internationales Ereigniss an. Es war die Europameisterschaft der Männer im eigenen Verband. In Murnau, für die Manfred Poschenrieder als äußerst erfolgreicher Organisator tätig war. Es war mit über 100 Teilnehmern die größte Europameisterschaft bisher und wurde erst 1991 wieder übertroffen. 1988 gab es auch das erste Kreuzhebeturnier im Rahmen der 100 Jahrfeier des AC 1888 Marburg. Ein Wettbewerb, initiiert von Heiner Köberich und organisiert von Armin Kremer. In Finnland wird seit den 70er Jahren das Kreuzheben national besonders gefördert. Es finden dort Landes- und nationalmeisterschaften im großen Rahmen statt. Landshut hat heute das größte und einzige nationale und seit 1991 auch internationale Turnier im Kreuzheben, den Bavaria - Cup. Das nächste Großereignis waren die World - Games 1989 in Karlsruhe.

Ein großer Erfolg für den internationalen und den Kraftdreikampf im BVDG. Das Bankdrücken als Einzeldisziplin wird in Deutschland immer beliebter. Selbst der Weltverband führt seit 1990 Weltmeisterschaften im Bankdrücken durch. Die beiden ersten WMs wurden in Rüsselsheim unter der Regie von Peter Benesch durchgeführt unter tatkräftiger Unterstützung vom FCL Rhein Main unter Udo Krüger. Beide waren ein großer Erfolg, der sogar 3Fernsehanstalten anlockte. Das größte Bankdrückereignis aber in Europa war der Rhein-Main Cup, 1992 zum 7. Male in Frankfurth/Griesheim von Peter Benesch organisiert. 1992 zum letztn Mal als europaoffenes Turnier mit über 190 Startern. Leider war dann 1995 die letzte Austragung des großen Bankdrückcups, der nach der Rekordbeteiligung von 208 Startern 1994 alle Rekorde sprengte. Auch auf dem letzten Cup waren noch knapp 190 Starter zu verzeichnen. Doch nun ist der Rhein-Main-Cup ein Stück Powerliftinggeschichte geworden. Zu der Zeit des Rhein-Main-Cups wurde nun in Zukunft immer die Europameisterschaft im Bankdrücken ausgerichtet. Die erste fand 1995 in Budapest statt. Hier belegten sowohl die Männer als auch die Frauen jeweils hinter Russland den 2.Platz in der Nationenwertung. Seit mehreren Jahren ist Detlev Albrings der Führer des KDK in Deutschland. Nach der Gleichstellung des KDK mit Gewichtheben ist er nun der Vizepräsident des BVDG für Kraftdreikampf mit Sitz und Stimme im Präsidium.

Die Mittel haben sich dank einiger Sponsoren, voran die BSA-Sportmarketing Wuppertal fast vervierfacht gegenüber dem Beginn. Bei den Männern war es nicht einfach, an die Spitze zu kommen. Aber trotzdem gab es Europa - und Welttitel. So wurde 1991 Hans Zerhoch STHV Ohlstadt Weltmeister und das mit Weltrekord der Senioren in der Kniebeuge der Klasse 125 kg + mit sage und schreibe 410 kg . 1992 wurde Hans Zerhoch erneut Weltmeister in der Klasse 125 kg + und 1993 sogar zum dritten Mal. Das ist eine Superleistung. 1992 wurde hinter Hans Zerhoch auch noch Detlev Glohmann Vizeweltmeister. Ebenso wie Frank Schramm in der Klasse -90 kg. Dazu kam dann in der Nationenwertung noch der 4.Platz für Deutschland. Dann aber 1994 war es soweit. Endlich konnte sich Frank Schramm den Weltmeistertitel holen und zwar in Johannesburg. Mit 882,5 kg gewann er mit 20 kg Vorsprung ganz klar den Titel, nachdem er ja dreimal hintereinander " nur" 2. wurde. Die finanziellen Mittel sind aber bei der Menge der internationalen Einsätze bei weitem nicht ausreichend. Immer wieder müssen die Kraftdreikämpfer/innen Deutschlands aus der eigenen Tasche zuzahlen. Selbst Weltmeister und Weltmeisterinnen. Dies läßt sich aber nur mit dem Finden von privaten Sponsoren verbessern, denn von olympischer Anerkennung ist der Kraftdreikampf noch immer weit entfernt. Hier ist nun das BSA-Sportmarketing als Maketingagentur vertraglich für den KDK verpflichtet worden, in der Absicht ab 1994 für mehr Mittel zu sorgen. Der Vertrag aber lief Ende 1995 leider aus und wurde nicht verlängert, da zuviel Eifersüchteleien das hintertrieben hatte. Den ganz großen Coup des Jahres 1993 bei den Frauen landete Ulrike Herchenhein im November. Sie siegte im letzten Kreuzhebeversuch über die Amerikanerin Juanita Truquillo und wurde Weltmeisterin der Klasse 90 kg+. Dabei stellte sie im Bankdrücken mit 150 kg einen Weltrekord und im Kreuzheben und im Total je einen Europarekord auf.

1994 wurde Ulrike wiederum Welt - und Europameisterin. In diesem Jahr stellte sie auch Weltrekorde auf. Im Bankdrücken mit 157,5 kg und im Kreuzheben mit 240 kg. Die deutschen Frauen sind es, die immer wieder mit Welt - und Europameistertiteln aufwarten. Hier ist neben Ulrike Herchenhein auch vor allem Heidi Münch zu nennen, die sich auch in die Europarekordlisten eintragen konnte und auch Irmgard Wohlhöfler heute Kazmeier im Bankdrücken. Das bedeutenste Jahr im internationalen Ansehen für den deutschen Kraftdreikampf wurde 1993. Der BVDG richtete 3 internationale Meisterschaften in einem Jahr aus. Zuerst war es im März der Donaupokal im bayrischen Burgau. Mit Bravour organisierte Anton Späth diesen Pokal. Es wurde auch der erste deutsche Sieg in diesem Cup, der vom Fernsehen übertragen wurde. Die zweite Meisterschaft sah einen überragenden Organisator in dem jungen Ingbert Gerngroß, der in Wemding die bisher größte Europameisterschaft der Männer durchführte. Hier gab es Titel für Frank Schramm und Hans Zerhoch und die Nationenwertung wurde überlegen gewonnen. In Darmstadt fand anschließend im Juni die 11. Europameisterschaft der Frauen statt und das im vornehmen Maritim Hotel. Organisator war wie schon 1983 bei der ersten Frauen EM Heiner Köberich, der mit Genugtuung diese größte Frauenmeisterschaft bisher eröffnen konnte und das in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Darmstadt und des BVDG Präsidenten Herbert Ehrbar, Bürgermeister in Leimen. Die Zahl der Welt - und Europarekorde übertraf alle Erwartungen. Einen Titel für den BVDG holte wiederum Ulrike Herchenhein. Ein ganz großer Athlet ist auch in Olaf Nimmerfroh herangewachsen. Er wurde 1992 erstmals Weltmeister der Junioren in Sidney und erneut 1993 in Kanada mit neuem Weltrekord im Total von 875 kg was ebenso auch deutscher Aktivenrekord war.

In der Kniebeuge verbesserte er ebenso beide Rekorde auf 355 kg. Leider hat er dann zu Gunsten seines Studiums der Rechtswissenschaften den internationalen Sport aufgegeben. 1994 gab es wieder viele Erfolge für deutsche Powerlifter. Frank Schramm wurde in Johannesburg Weltmeister in der Klasse -90 kg. Bronze holte Christian Klein in der Klasse -56 kg und Ulrike Herchenhein wurde in Rotorua Neuseeland erneut Weltmeisterin. Silber holte sich Irmgard Wohlhöfler in der Klasse -60 kg. In Bali holten die Junioren Silber durch Martin Muhr -110kg und Ingrid Ross -90 kg. Bei den Europameisterschaften ging ebenfalls der Titel an Frank Schramm und Vizeeuropameister wurde Ralf Giez in der schwersten Klasse. In Oroshaza Ungarn holte Ulrike Herchenhein den Titel +90kg, die dabei im Bankdrücken mit 157,5 und 637,5 im Total zwei Weltrekorde aufstellte. Dann gab es noch Silber für Irmgard Wohlhöfler -60 kg, Doris Schuhmacher -82,5 kg und Bronze für Ingrid Ross -90 kg. Junioreneuropameister 94 wurde Martin Muhr -110 kg vor Michael Kayser. Michael Fritz holte in der Klasse -100 kg Bronze. Bei den Junioren in Indien gab es einen Weltmeistertitel für Michael Fritz -110kg. Vizeweltmeisterin wurde Ingrid Ross in der Klass -90 kg. In diesem Jahr wurde auch zum erstenmal der European Unions Cup in Manchester ausgetragen. In der Klasse -90 kg erreichte Peter Groß den zweiten Platz und in der Klasse -100 kg konnte ich meinen ersten und leider auch einzigen internationalen Wettkampf gewinnen. Zum Abschluß des Jahres 1993 gab es bei den 4. Weltmeisterschaften im Bankdrücken in Budapest eine wahre Medaillenflut für deutsche Ahtleten/innen. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern wurde die Nationenwertung gewonnen. Die deutschen Bankdrücker stellten nicht weniger als 15 Weltrekorde auf!!!!!!!

1996 bei der WM im Bankdrücken konnte Kurt Rooch vom AC Lauchhammer seinen 5.Weltmeistertitel in Folge gewinnen, nicht zuletzt durch die hervorragende Betreuung von Frank Hurraß, der seit Jahren aus dem Bankdrücken nicht mehr wegzudenken ist. Bei den Frauen setzte hier Gabi Holzmann die Dominanz in der Klasse -67,5 kg fort, die sie mit Weltrekord von 137,5 kg gewann. Die Titel : beste Athletin und bester Athlet für 1993 gingen an Ulrike Herchenhein und Frank Schramm. 1995 gab es in Pori Finland keine Medaille für Deutschland. Die Frauen holten in Japan mit Doris Schumacher -82,5 kg eine Bronzemedaille. Die Junioren holten in Cherkasy Ukraine Silber mit Jörg Gottschalk -52 kg. Bei der 1. Frauen EM gab es leider keinen Titel für uns. Die Bankdrücker holten wie gewohnt ihre Medaillen. Herausragend war in der Klasse -67,5 kg nicht nur der Sieg von Violett Keidel,sondern auch ihr Weltrekord von 135 kg. 1996 zeigten sich in Kitchener Kanada die Frauen aus Taiwan so stark, das Ulla Herchenhein diesmal "nur" zu Silber kam, wobei sie auch ihren Bankdrückweltrekord verlor. Aber bei der Europameisterschaft im Dezember wurde sie erneut Europameisterin und zog 242,5 kg, was 1 kg über dem Weltrekord lag. Die Junioren WM in Vaasa Finland ging ohne Medaillen für uns aus. Besser lief es bei den Europameisterschaften der Junioren in Prag. Hier holte Maik Tronke Silber -52 kg und Silber auch für Anja Wiezkowiak in der Klasse -75 kg, die sogar im September deutsche Meisterin der Aktiven mit deutschem Rekord in der Kniebeuge werden konnte. Die deutschen Meisterschaften 1996 konnten sich sehen lassen. Egal ob in Wiesbaden die Frauen und Männer mit Rekordmeldezahl oder die Senioren in Strasburg Mecklenburg-Vorpommern oder die Jugend und Junioren in Darmstadt. Der AC Siegfried Darmstadt hat sich mit der kurzfristigen Übernahme dieser Meisterschaft zum Rekordausrichter emporgearbeitet.

War das doch die insgesammt 7. deutsche Meisterschaft im Powerlifting seit der BVDG Powerlifting aufgenommen hat. 1997 zeichnete sich vor allem durch besonders hohe Meldezahlen zu den deutschen Meisterschaften aus. Ganz gleich wo diese organisiert wurden, muß man allen Vereinen ein Lob für die Ausrichtung zollen. Die Bankdrückmeisterschaften machten den Anfang. Die Jugend und Junioren in Berlin waren ebenso wie die der Senioren/innen gut durchgeführt und brachten Melderekorde. Das Bankdrücken der Aktiven in Chemnitz war ein Meilenstein der Ausrichtung wenn auch die Spitze in der Leistung nicht so hoch war wie die Jahre zuvor. Im Kraftdreikampf der Aktiven in Riesa gab es die zweithöchste Meldezahl seit Beginn des Sports im BVDG und in der Halle in Riesa fühlten sich alle Wohl. Das herausragendste Ergerbnis zeigte Ulrich Rambow in der Klasse - 110 kg. Angetan war man von der deutschen Jugendmeisterschaft in Lauchhammer, die zum ersten Male getrennt von den Junioren durchgeführt wurde. Hier gab es neben einer guten Organisation vor allem herausragende Leistungen, was vor allem Rudi Küster als Nachwuchsnationaltrainer freute. Frank Hurraß wurde vom BVDG für seinen langjährigen Einsatz im Kraftdreikampf geehrt.Die Junioren hatten relativ geringe Starterzahlen aber doch gute Ergebnisse, die allerdings nicht den üblichen Rahmen sprengten. Die Senioren in Klosterlechfeld waren die am besten organisierte Veranstaltung des Jahres 1997. Allerdings gab es etwas besonderes. Einer der Senioren trat mit Schienbeinschützer vom Eishockey im Kreuzheben an, was aber die aufmerksamen Kampfrichter nicht zuließen.

Es kann ja nicht sein, das unser schöner Sport durch so etwas der Lächerlichkeit preisgegeben wird. International war 1997 von gemischter Qualität, da sich im Moment der Übergang zu neuen Hebern im Aktivenlager vollzieht. Beste Athletin überhaupt war die Juniorin Anja Wiezkowiak vom VGF Zahna, die in Bratislava Vizeweltmeisterin der Juniorinnen und in Pultusk Vizeeuropameisterin wurde und dabei den deutschen Frauenrekord im Total auf 537,5 kg verbesserte. Ihre Vereinskameradin Tina Schipke holte Bronze. In Pultusk zeigte sich die gute Arbeit von Frank Müller als Vereinstrainer in Zahna, der auch neuer Bundestrainer der Frauen ist. Maik Tronke vom gleichen Trainer holte in Pultusk Silber. Weltmeister der Junioren wurde nachträglich durch zwei positive Dopingfälle anderer Nationen Michael Fritz in der Klass -125Kg und kämpferisch holte sich Eva Hesse Silber. Unsere Senioren/innen waren wie gewohnt erfolgreich egal ob EM oder WM. Bei den Aktiven war es besonders schwer. Es gab erstmals nicht eine Medaille. Bester Athlet war mit einem vierten Platz in der Klasse -90kg Frank Hausburg , der auch der Kraftdreikämpfer des Jahres 1997 im BVDG wurde. Bei der WM in Prag war es ähnlich. Es war wiederum Frak Hausburg der im Kreuzheben sogar Gold gewann. Die Frauen konnten in diesem Jahr nicht an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen. Beste Deutsche bei der WM in Johannesburg war mit Silber Doris Schumacher bei 512,5 kg. Das Team holte den 5.Platz in der Nationenwertung. Ulrike Herchenhein mit großem Trainingsrückstand konnte nur einen 4.Platz erreichen ebenso wie Anja Wiezkowiak, die dabei aber deutsche Rekorde in der Klasse -75 kg aufstellte. Besser für Ulrike lief es dann auf der EM in Fredrikstad Norwegen, wo sie Silber erreichte.

In der Nationenwertung gab es Platz 7. An der Spitze des KDK gab es Anfang 1994 einen Wechsel , als Detlev Albrings als Vizepräsident KDK im BVDG zurücktrat und Heiner Köberich zu seinem kommisarischen Nachfolger gewählt wurde. An dieser Stelle noch ein Dankeschön für die vielen Stunden, die Detlev dem KDK geopfert hat. Die Zusammenarbeit im BVDG ist in jeder Hinsicht zu loben, da sowohl das Präsidium als auch die Geschäftsstelle den KDK sehr gut unterstützen. Zum Glück hat Heiner Köberich zu Ostern 1995 Detlev Albrings überreden können, wieder für Powerlifting arbeiten zu wollen und trat zu so zu Gunsten von Detlev im Juli 1995 von den Amt des Vizepräsidenten KDK zurück. 1996 auf dem BVDG Bundestag wurde er einstimmig in seinem Amt bestätigt. Denn nur miteinander können die Hantelsportarten die Zukunft meistern. Hier ist der hessische Athletenverband das Musterbeispiel im BVDG, wo Otto Schumann schon vor Jahren die Zeichen der Zeit erkannt hatte und auch Bodybuilding in den Verband integrierte.

[Home] [Über mich] [Meine Erfolge] [Bodybuilding] [Powerlifting] [Galerie] [Kniebeuge] [Bankdrücken] [Kreuzheben] [Kraftdreikampf] [Linkliste] [Athleten] [Impressum] [News] [Kontakt] [Gästebuch]